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Willkommen auf unserer Vereinsseite

Zweck des Vereins ist Förderung der Kunst und Kultur.
Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Planung und Realisierung eines Denkmals, das an der Regattastrecke in Berlin-Grünau, möglichst am Standort des 1898 gebauten und 1973 aus politischen Gründen abgerissenen „Deutschen Sportdenkmals“ errichtet werden soll. Mit dem neuen Denkmal soll der Gedanke aufgegriffen werden, dem schon das alte mit seinen von hunderten deutscher Sportvereine aus allen Teilen Deutschlands zusammengetragenen Bausteinen diente, nämlich dass Sport die Menschen verbindet. Es soll den Prozess des Zusammenwachsens dessen symbolisieren, was durch die politische Nachkriegsentwicklung getrennt worden ist.

(§ 2 aus der Satzung vom 07.04.2014)

DAMALS

gestern

heute

morgen?

Aktueller Stand der Dinge - Juli 2019

2018 wurde das Kunstwerk "WASSER KENNT KEINE GRENZEN" der Künstler Maria Vill und David Mannstein (Beschreibung siehe unten) am Ende einer weiteren Ausschreibung als Denkmal für den Platz Sportpromenade 1 ausgewählt. Durch den Bedeutungswandel, weg von der politischen Würdigung der Wiedervereinigung im Wassersport, hin zu einer eher allgemeinen Aussage über das Element Wasser, führte unter den  Mitgliedern unseres Vereins zu unterschiedlichen Reaktionen:

  • Ca. ein Drittel der bisherigen Vereinsmitglieder können das Kunstwerk nicht mittragen, da ihnen insbesondere eine künstlerische Umsetzung des reinen Textes fehlt und weil dieser Text bereits in einem Brunnen in Göttingen Verwendung gefunden hat. Sie haben den Verein verlassen.
  • Ein weiters Drittel befürwortet das Projekt
  • Und das letzte Drittel möchte einfach nur, dass nach fast 30 Jahren überhaupt mal was fertig wird.

Und eben dies rückt nun tatsächlich in greifbare Nähe!

Ein neues Problem war, dass Künstler keine "Betonfachleute" sind. Uns war nicht klar, dass für jeden einzelnen Buchstaben genaue Statikberechnungen für die Armierung (Verstärkung von Betonbauteilen zur Erhöhung der Tragfähigkeit durch Eisen- oder Stahleinlagen) benötigt werden, damit sie überhaupt  - und wenn möglich - lange stehen bleiben. Außerdem kann nicht der "normale" Baubeton verwendet werden. Es muss ein Spezialbeton sein, der obendrein einen Graffitischutz enthält.

Dass sich nun der neue Vorstand des Terptow-Köpenicker Bezirkssportverbandes in die Verwirklichung des Kunstwerks einschaltete, stellt sich für unser Projekt als Glücksfall heraus: Der Vorsitzende, Herr Frank Wendler, ist an der Knobelsdorff-Schule in Spandau tätig. Dort werden Lehrlinge in diesem Bereich ausgebildet. Diese Schule hat bereits Erfahrungen mit der Herstellung von Betonbuchstaben gesammelt.

Dank dieser Hilfe könnte es dem Verein gelingen, das Projekt zu vollenden.

Die Grundsteinlegung ist für den Herbst 2019 geplant.

Und wieder sind wir ein Stück weiter gekommen - ES GEHT VORAN !

Juli 2019

Das Protokoll der Mitgliederversammlung am 27.02.2019 sowie
den detaillierten Rechenschaftsbericht 2018 finden Sie im Archiv  

 

Wer noch alte Steine vom abgerissenen Sportdenkmal hat

und diese zur Verfügung stellen möchte,

möge sich bitte bei uns melden!!

Der neue Entwurf für das zukünftige Denkzeichen

Am 23. Oktober 2017 wurde die Wettbewerbsaufgabe an alle  Teilnehmer übergeben:

Vor dem Hintergrund der Geschichte des Sportdenkmals Berlin von 1898 galt es, für den historischen Standort am Ufer der Dahme ein Kunstwerk zu entwickeln, das in den Landschaftsraum hineinwirkt und sich bei der Reflexion von Vergangenheit auf die Gegenwart und Zukunft ausrichtet. Gesucht wurde ein Kunstwerk, das zeichenhaft wirkt, ausstrahlt und eine breite Aufmerksamkeit weckt und somit auch zu einem Anziehungspunkt werden kann. Das Kunstwerk soll sowohl überraschen als auch zum Nachdenken anregen.

 

Am 23. März 2018 wurde die Textskulptur

WASSER KENNT KEINE GRENZEN

der Berliner Künstler Maria Vill und David Mannstein
von der Wettbewerbsjury zum Gewinner gekürt.

 

Der Verein wird der Empfehlung folgen.

Die im Halbkreis angeordnete Schrift spiegelt sich im Wasser und wird durch die Spiegelung im Wasser zu einem Ganzen. Vom Wasser aus ist der Satz zunächst nur als Fragment zu lesen, erst im Vorbeifahren wird der ganze Text erfasst. Die Bänke laden ein, sich niederzulassen, als Zuschauer bei Regatten und auch sonst eine Gemeinschaft zu bilden.

 

Der weise Satz ist nicht nur für das Element Wasser ein spannender und bedenkenswerter Fakt, er ist auch als Metapher ein wunderbares Bild für die verbindende Kraft des Sports:
Über alle Grenzen hinweg ist es der Sport, der alle Nationen zusammenkommen lässt, der ungeachtet aller politischen und kulturellen Differenzen ein freudvolles und friedliches Miteinander ermöglicht. Auch die integrierende und verbindende Kraft des Sportes innerhalb unserer Gesellschaft symbolisiert das Denkzeichen:
Unterschiede der Herkunft, der Religionszugehörigkeit, der Schichten werden im Wassersport überwunden. Was uns im Alltag so häufig trennt – im Sport spielen die Unterschiede keine Rolle, es entsteht eine soziale Gemeinschaft und ein Zusammenhalt, jenseits aller Differenzen. Und: die verbindende Kraft des Sportes selbst kennt keine Grenzen. Wer durch den Sport Menschen anderer Nationalitäten oder Religionen kennen und schätzen lernt, wird auch im Alltag offen und aufgeschlossen für andere sein.

 

Das Denkmal erinnert auch an den historischen Hintergrund des Ortes: Die deutsch-deutsche Teilung. Eine Grenze, die das Wasser nicht aufhalten konnte, die den Sport nicht aufhalten konnte.

Der Sport war einer der wenigen Bereiche, der Begegnungen mit Menschen jenseits der Grenze möglich machte. Wasser und Sport waren punktuelle, aber symbolträchtige Grenzüberschreitungen, die den Absolutheitsanspruch der Mauer von Anfang an untergruben und ihren Anteil zu deren Fall beitrugen.

 

Die Form des Halbrundes weist auf eine Mitte, einen zentralen Punkt hin. Dies ist der Standort des zerstörten Wassersportdenkmals, das, Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, ein Symbol für
die grenzüberschreitende Kraft des Sports war und, aus eben diesem Grund, in der Zeit der DDR zerstört wurde.

 

Fundamentreste des zerstörten Denkmals werden in einem Betonelement des neuen Wassersportdenkzeichens mitverarbeitet. Dadurch wird sich dieses Element sichtbar von den anderen
unterscheiden.
Der Farbunterschied wird zunächst rätselhaft erscheinen oder es wird ein Materialfehler vermutet. Bei näherem Hinsehen, zu dem es animiert, wird sich durch einen eingravierten Text oder eine Informationstafel in der Nähe, das Rätsel lösen.
So wird das historische Denkmal in das neue Denkmal integriert – sowohl als Leerstelle, als auch als sichtbar haptisch „begreifbar“ in dem andersfarbigen Betonelement. Die Besucher können nicht nur intellektuell sondern auch körperlich eine Verbindung zu dem historischen Denkmal und der mit diesem und dem aktuellen Denkmal verbundenen Geschichte aufnehmen.

 

Das Denkmal hat, durch seine vielschichtige Erfahrbarkeit nicht nur eine intensive Nahwirkung. Auch vom gegenüberliegenden Ufer aus ist es gut sicht- und lesbar und übermittelt seine grenzüberschreitende Botschaft.

Die Bank wird am Ort aus 15 vorgefertigten Modulen mit einer sehr hohen Oberflächenqualität zusammengefügt. Dem Beton eines Moduls wird feines Granulat des ursprünglichen Denkmals beigemischt. Dieses Modul erkennt man an der leicht abweichende Färbung. Eine Information dazu kann direkt an diesem Modul angebracht oder in die allgemeine Hinweistafel integriert werden. Die Buchstaben werden aus weißem Beton mit einer sehr hohen Oberflächenqualität gefertigt.

 

 

 

Das Kunstobjekt ersetzt die marode und nach
heutigen Vorschriften nicht barrierefreie vorhandene Treppenanlage.

Unterstützen Sie uns durch eine Spende - jeder Euro zählt!

Verein "Denkzeichen Wassersport in Berlin" e.V.

Bankverbindung für Spenden:
IBAN DE 09-100-50000-0190-200-499

Auf Wunsch kann eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden.